Merkwürdige Melange

2. Dezember 2010

Männermagazine haben zurecht einen schlechten Ruf und dass nicht nur bei Gender-Problematik Sensibilisierten. Das Hamburger „Trip Magazin“ ist so ein Männerblatt. Laut Verlagsangaben ist es sogar das „meinungsbildende Magazin der jungen Generation in Brasilien“. Die Meinungsbildung im Männer-Trip funktioniert pornofrei, aber mit nackten Frauen, mit nutzlosen Lifestyletips, mit öden Autotexten und merkwürdigen Reprotagen. Kurzum: irgendwo zwischen Neon und Playboy versucht sich das Trip-Magazin es als „etwas zielloses Potpourri aus Copacabane-Girls und Freak-Storys“ (Spiegel Online). Das Ganze mag sogar einem Hauch besser als die direkte Konkurrenz sein, interessant ist trotzdem nicht.

Warum ich jetzt hier über das Trip schreibe? In der Dezember Ausgabe gibt es eine sehr schön layoutete „Freak-Story“. Der Freak in einer „eine(r) merkwürdige(n) Melange aus Fairness und Brutalität“, bin ich.

„Mit Händen und Würgen“

(…) Deshalb ist Free Fight auch nichts für tumbe Ghetto-Schläger, es geht vielmehr darum, für jede Situation im Kampf die richtige Technik anzuwenden, es geht auch um Taktik und Strategie. Ein bisschen wie beim Schach: vorausschauend kämpfen, die Aktionen des Gegners erahnen und darauf reagieren. Die Jungs fürs Grobe, also Möchtegern-Rambos, bleiben lieber auf der Straße. Man muss was im Kopf haben für dieses Hobby. Buckler und seine Vereinskameraden trainieren jeden Tag im Kampfsportstudio IMAG, um zu den Besten zu gehören; rund 5000 Menschen – fast nur Männer – betreiben in Deutschland den Free Fight. Es ist ein Nischensport für alle, die neue Grenzen testen wollen und für die Adrenalin-Kicks zum Leben gehören wie essen und trinken. Eine merkwürdige Melange aus Fairness und Brutalität. (…)





Referer der letzten 24 Stunden:
  1. google.com (4)